„Lieder über Liebe und Tod“ eine audiovisuelle Performance/Installation von „Kopi Kaputa“ (Alfred Banze, Stephan Groß & Tabea Kurde). Projektraum mp43 in Berlin Hellersdorf, 22. – 29. Oktober 2017.

Ein Scifi-Kinderfilmprojekt in Berlin Weissensee, Friedrichshain und Spandau.

Cambodian Berlin
Paintings, Drawings, Videos & Ideas
by Sokuntevy Oeur (Berlin) & Alfred Banze (Battambang)
Sat 20 May, 7 pm – Opening & Artist Talk
Tue 23 May 7 pm – Cambodian Beat Party
with Lightshow by Oliver Orthuber & DJ-Set
Sun 20 – Tue 23 May 3 – 7 pm Exhibition
>top Schillerpallais
Schillerpromenade 4 12049 Berlin
Sokuntevy Oeur´s work is based on her life experiences and observations, for her an endless source of humor, curiosity and absurdity. In her new series of oil paintings, she reflects her first experiences of moving from Cambodia to Berlin. She became quite enthralled in people’s behavior on public transportation. She enjoyed observing people while riding around the city, the way they are stuck in time. Her dizzying compositions use a wide range of colors and patterns, subverting points of view, creating a pseudo-psychedelic effect.
Alfred Banze presents a participatory video- and drawing project, realized in Battambang, Cambodia, in cooperation with local artists and students: „2.5 Street – Rise and Fall of a Community Art Space in Battambang“. The work follows stories and anecdotes of Sammaki Community Art Space (2011 – 2016), which closed its doors last year. Supported by Berlin Senate Cultural Affairs Department & German Embassy in Cambodia, in cooperation with Sammaki Community Artspace, Bayman Team, Meta House Phnom Penh & Camping Akademie e.V.

Workshop in der Galerie im Ratskeller in Berlin Lichtenberg. Video von Kindern und Jugendlichen aus Lichtenberg und Weißensee. Musik: Alfred Banze. Projektkonzeption: Christine Falk. Gefördert von Kulturelle Bildung Berlin Lichtenberg.

Ein Mehrgenerationenprojekt zum Thema „Meine Zukunft / meine Vergangenheit“. Ein Workshop mit ca. 32 Kindern (zwischen 8 und 17 Jahren, aus Deutschland, der Türkei, Libanon, Polen, und Russland, teilweise mit Behinderung) aus dem Kinder- und Jugendfreizeithaus FiPP Nische & FreiRaum e.V. und 11 Senioren aus dem Seniorenheim Bischoff-Ketteler-Haus in Berlin Weissensee. Projektleitung Christine Falk und Alfred Banze, Künstler & Medienpädagogen, Camping Akademie e.V.

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Wir fragten nach den Zukunftswünschen und Zielen der beteiligten Kinder und Jugendlichen, nach ihren Vorstellungen und Träumen. Mit dem Projekt wollten wir die Kinder zur Ausformulierung ihrer utopischen Zukunftsvorstellungen animieren. Anstatt „Weiss nicht, kein Bock“ sollten auch die „kindischen“ und „unrealistischen“ Visionen als kurze Videoclips umgesetzt werden. Zumindest im Videofilm sollten die Kinder einmal Astronaut oder Popstar, Pirat oder Zauberfee sein können. Die Begegnung der Kinder mit den Senioren und die Gespräche zum Thema „Was ich früher einmal war“ führten zu einer Auseinandersetzung mit den realen Möglichkeiten der Zukunftsgestaltung der Kinder, aber dank der Spielform „Wir machen einen Film“ konnten die Kinder dabei sehr frei und spielerisch agieren. Die bei der Realisation bewältigten Schwierigkeiten stärkten das Selbstbewusstsein der Teilnehmer. Ziel des Projektes war auch ein Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Kindern und den BewohnerInnen des Seniorenheimes Bischoff-Ketteler-Haus, die ihr Berufsleben schon hinter sich haben und jede Menge Erfahrungen vorweisen können.

Projektumsetzung
1. Koordination mit dem Kinderhaus. Technische Vorbereitung des „Sets“. Einrichtung des Studios. Ankündigung im Seniorenheim Bischoff-Ketteler-Haus.
2. Ideen sammeln. Gemeinsames Erstellen und Aufhängen von Plakaten. Erkundung der Berufswelt des Stadtteiles mit Videokameras. „Dürfen wir wirklich im Plusmarkt filmen? Hm, weiss nicht, am besten wir fragen hinterher“
3. Materialsuche im Internet und im Bücherregal des Kinderhauses. Malen von Hintergründen. Fotos und Collagen. „Nein wir brauchen kein Foto von einem Autobus, sondern von einem Hintergrund für einen Autobus, eine Strasse!“
4. Kostüm und Maske. Verkleiden, mithilfe von mitgebrachten Requisiten von zuhause und spontan erstellten improvisierten Lösungen. „Das sieht nicht aus? Lasst uns das erstmal im Video anschauen!“
4. Video-Aufnahmen mit Bluebox und anderen Effekten. „Ich kann nicht, wenn der da zuschaut. Kannst du BITTE einen Moment rausgehen?“
5. Musik, Singen und Sprechen. Hiphop und Sampling. „Lasst biitte den Drumcomputer aus!!!“
6. Videoschnitt, Materialsichtung und Videoschnitt. „Hier ist das Video-Material von letzter Woche. Welche von diesen Filmschnipseln findet ihr am besten? Den nicht? Also gleich weg damit, den? Und den? Davor oder danach?“
7. Nachbearbeitung durch die Projektleiter. Feinschnitt und Rechnen der Effekte. Immer wieder Zwischenpräsentationen. „Der Hintergrund gefällt mir aber nicht! Dann lass uns einen anderen finden.“
8. Präsentation der DVD bei einer Filmpremierenfeier im Kino Toni. Alle bekommen eine Videokopie für zuhause. Kopien werden an alle Teilnehmer verteilt.

Der Workshop wurde in der Zeit vom 1. Mai 2015 bis 29. Juli 2015 mit 32 Kindern (9 Jungen, 23 Mädchen) und 11 Senioren (1 Mann, 10 Frauen) durchgeführt. Zweieinhalb Monate lang waren wir jeden Mittwoch im Tanzraum von FiPP e.V. vor Ort, dreimal trafen wir uns an Samstagen mit den SeniorInnen im Altenheim, wir machten einen Museumsbesuch im Technikmuseum und Extraangebote wie Kostümausleih und Malen im Atelier. Der Besuch des Malerstraßenfestes (an dem viele der Kinder beteiligt waren) von einer behinderten Seniorin gehörte auch dazu. Es wurde gekocht und Geburtstag gefeiert, wie in einer großen Familie. Unser offenes Angebot wurde von den Kindern sehr gut angenommen,  es entstanden Animationen mit Knete, gemalten und gebastelten Requisiten und vor allem viele Videoclips in der Greenbox. Jedes Kind konnte die eigenen Möglichkeiten austesten, teilweise im Kreise der Freunde, auf Wunsch auch allein. Die Mädchen mit Handicap hatten großen Spass und eine davon moderiert die DVD. Zum Schluss haben wir für Interessierte Videoschnitt und „Tricks“ bei Greenbox und Animation thematisiert. Wir haben die Welturaufführung am 18. Juli 2015 im Seniorenheim gemeinsam gefeiert und jede/r TeilnehmerIn bekam eine DVD überreicht.

Wir waren erstaunt, wie viele Talente und Ideen die Kindern und SeniorInnen haben. Es hat sich als gut erwiesen, mehr im Freizeitraum der Kinder zu arbeiten, die Kinder motivierten sich spielerisch gegenseitig. Das Projekt bot eine ausgezeichnete Möglichkeit der Begegnung und des Zusammenspiels der Mädchen mit Handicap mit den anderen Kindern und Jugendlichen.

Es zeigte sich, das JEDES Kind eigene und sehr unterschiedliche Kompetenzen hat und diese im entsprechenden Setting auch einbringen kann. Wie das im Gruppenprozess immer wieder funktionierte freute uns ganz besonders.

Im Seniorenheim waren teilweise wenige Kinder dabei (Familienzwänge bei Kindern in Patchworkfamilien, Badewetter), was sich aber nicht durchweg als schlecht erwies, weil dadurch unsere Begegnungen (die der Projektleiter) mit den Seniorinnen intensiver waren, wir wurden von Einzelnen in den jeweiligen Wohnbereich eingeladen und hatten schöne, sehr interessante Gespräche. Durch das Konzept der vielen einfachen Spielszenen war auch die Produktorientierung des Projektes weniger stark, es gab keine arbeitsbedingten Langeweile-Phasen, die Kinder und Senioren hatten auch einfach Spass miteinander.

Aufmerksamkeit bekamen wir bei der Präsentation der DVD am 18.7.15 neben den mehr als 50 BesucherInnen u.a. von der Leitung des Fipp e.V., Frau Ostwald, der Regionalbeauftragten der Jugendförderung vom Jugendamt Weissensee Frau Carola Tauber sowie Eltern und Freunden durch deren Besuch am Eröffnungstag.

Einige Kinder äußerten Interesse an Kontakten zu BewohnerInnen das Altenheimes auch außerhalb vom Workshop. Die „besonderen Mädchen“ und die „normalen“ Mädchen haben sich durch das Projekt angenähert. Wir als Projektleiter denken, dass vor allem die alten Menschen mehr Zuwendung verdienen und dass Projekte wie dieses ihren Alltag auf positive Weise auflockern. Ein weiterer Workshop im kommenden Jahr ist angedacht.

Es gibt kein Geheimnis – Malerei, Fotos, Videos, eine Installation von Christine Falk und Alfred Banze, Ausstellung von Freitag, 24. Juli bis 5. September 2015.

Passend zum Ende der Kolonialzeit und dem Beginn des Massentourismus, in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts, glorifizierte der Musikstil „Exotica“ die Flucht aus dem Gewohnten in eine dem Alltag abgewandte Gegenwelt. Exotica lieferte den passenden Soundtrack für exotische Festlichkeiten, bei denen imitierte Kunstgegenstände der Tropen pseudo-rituelle Verwendung fanden. Heute sind künstliche Exotik-Erlebniswelten ein massgeblicher Faktor der Unterhaltungs- und Kulturindustrie in aller Welt. Tourismus dient als Ritual kultureller Grenzsetzungen und gegenseitiger „Exotisierung“. Die Attraktivität des Exotischen nimmt in Form von Bildern in dem Grade zu, wie es aufhört, als solches zu bestehen. Aktuelle Kunst und Kultur entspringen einem weltweit wirkenden Diskurs von kreativen Impulsen und Grenzsetzungen, die Einteilungen in nationale oder ethnische Kunst greifen heute nicht mehr, erscheinen als neokoloniales Konstrukt.

Christine Falk und Alfred Banze organisierten das Projekt Exotika 2013 mit Ausstellungen in Bangkok und Berlin, mit 15 beteiligten Künstlern aus Thailand, China, Frankreich, R.D. Congo, Tahiti, USA und Deutschland, mit Workshops, Talks, Performances und Screenings. www.exotika2013.de – In der Ausstellung in der Oberwelt e.V. in Stuttgart reflektieren die beiden ihr Projekt, zeigen dazu neue und alte Arbeiten, stellen in einem Vortrag neue Fragestellungen und Ergebnisse vor.

Das Projekt „Rokoko Wunderkammer“ wurde mit dem Kinderfreizeithaus FiPP-Nische & FreiRaum von FiPP e.V. und dem Seniorenheim Bischof Ketteler Haus vom 16. April bis 25. Mai 2014 mit 18 Kindern (10 Jungen, 8 Mädchen) und 12 Senioren (5 Männer, 7 Frauen) durchgeführt. Projektleitung: Christine Falk und Alfred Banze.

An 12 Nachmittagsveranstaltungen wurde gemeinsam über persönliche Schätze, Wunderkammern, Reisen und Erinnerungen gesprochen, es wurde gebacken, gestaltet, neue Schätze kreiert, lebende Bilder (inszenierte Fotos) dargestellt, Lieder und ein Tanz zelebriert, Collagen geklebt, Animationen zu Kurzfilmen gemacht, gebastelt, Ölbilder gemalt und eine Decke gestaltet, dabei wurden mit den Kindern zahlreiche Fotos und einige Videos erstellt. Vor der Eröffnung der Wunderkammer im Bischof Ketteler Haus (das dafür ein Senioren-Wohnsegment zur Verfügung stellte) wurde 2 Tage lang die Ausstellung aufgebaut und am 24. Mai 2014 eröffnet.